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Auch wir mussten uns mit der Frage befassen, wie die gemeinsame Arbeit in einem Entwicklungs-Projekt effizient koordiniert werden kann. Der sonst übliche Einsatz eines Versions-Kontroll-Systems wie CVS/RCS oder PVCS scheitert an der Vielzahl der im SAS-System verwendeten binären Formate (Frame, SCL, Format und Informat usw.) und ihrer Speicherung in SAS-Katalogen. Die SAS-Lösungen, z.B. SCM, decken nur einen Teil der Anforderungen ab. Notwendig ist aber eine integrierte Lösung, die mindestens folgende Anforderungen erfüllt:
Für uns kommt hinzu:
Mit unseren „xTools“ (xManager, XDWH, xRef, xMaintenance und xTools-Reporter) ist es uns gelungen diese Anforderungen weitgehend zu erfüllen. Dank unserer langjährigen Erfahrung mit Dokumentations-Tools (die erste Version von xRef wurde bereits 1994 vorgestellt) und der konsequenten Verbindung von eigenem Training und sinnvollen Ergebnissen ist es uns gelungen, mit vertretbarem Aufwand eine zufrieden stellende Eigenentwicklung zu realisieren.
Der xManagerDer xManager ist unsere zentrale Applikation für die Teamarbeit. Mit ihm haben wir uns eine platformübergreifende Umgebung geschaffen, so dass wir auf verschiedenen Betriebssystemen am selben Projekt gemeinsam entwickeln und testen können. ![]() Auf der Grundlage von SAS/Connect implementiert
der xManager eine zentrale Verwaltung aller SAS-Objekte sowie
zusätzlicher Text- und Binärdateien – z.B. auch
Java-Archive und Office-Dokumente. Ein checkout/checkin-Mechanismus
stellt sicher, dass ein Objekt(1) immer nur von einem
Mitarbeiter bearbeitet wird. Eingecheckte Objekte werden automatisch
an alle anderen Arbeitsplätze verteilt. Damit sich Entwickler
beim Testen nicht gegenseitig behindern (und zur Sicherstellung
der platformübergreifenden Entwicklung), ist es notwendig,
dass die Entwickler immer über eine aktuelle,
schreibgeschützte Kopie des Server-Bestands verfügen. Der xManager unterstützt die Wiederverwendung von Objekten, indem Projekte definiert und die Objekte diesen Projekten zugeordnet werden. Daraus lässt sich dann automatisiert eine Testversion extrahieren, die nach dem erfolgreichen Abschluss der Tests zusammen mit dem aktuellen Stand der begleitenden Dokumente versioniert und ausgeliefert wird. Anmerkung:
Das Dokumentations-Tool xRefViele Style-Guides für Programme sehen vor, dass die Verwendung von Objekten (Dateien, Formate, Macros, Macro-Variablen, Methoden, Klassen usw.) im Kommentar-Kopf dokumentiert wird. Das ist aber aus verschiedenen Gründen nicht ausreichend:
Bei XRef, unserem Cross-Reference-Tool, setzen wir deshalb konsequent auf die automatische Analyse von Kommentaren und Code. Dabei unterscheiden wir zwischen Verwendungen (Aufrufen, Macros, Macro-Variablen), die nur im Code vorkommen, und solchen, die zusätzlich in einem Kommentar aufgeführt sind. Die Kommentare können dabei im Kommentarkopf und/oder an der jeweiligen Stelle im Code stehen. Das Datenmodellierungs-Tool XDWHXDWH ist ein Teil unseres Konzepts zur Planung und Dokumentation eines DWH und wurde schon 1999 auf der SEUGI und der DISK vorgestellt. Kerngedanke ist, dass eine einheitliche Verwendung von Namen dann erreicht wird, wenn Variablen und Indizes in einem Repository definiert und dokumentiert werden. Die Dateien werden aus diesen Variablen zusammengesetzt. Der Code zur Erstellung der leeren bzw. Aktualisierung von existierenden SAS-Dateien wird dann automatisch generiert. Neben einer konsistenten Verwendung von Namen wird dadurch auch erreicht, dass Formate, Variablen und Indizes zentral gepflegt werden können, und sich Änderungen automatisch auf alle Dateien auswirken. Die Dateien lassen sich zu „Bereichen“ (Subjects und Prozesse) zusammenstellen. Zu diesen Bereichen können auch ER- und Datenfluss-Diagramme erzeugt werden. ![]()
Bei der Erstellung der Dokumentation werden auch die Ergebnisse der xRef-Analyse berücksichtigt und mit ausgegeben. Change-Management mit xMaintenanceZum Lebenszyklus einer Anwendung gehört die Beseitigung auftretender Fehler und die Weiterentwicklung. Diese Änderungen können nur nachvollzogen werden, wenn ihre Dokumentation in die Dokumentation der Anwendung integriert wird. Bei unserer 1995 auf der SEUGI erstmals vorgestellten Lösung implementieren wir
Die neue Version ist zur Zeit in Arbeit und wird eine Erfassung der Anforderungen über das Intranet (Browser) sowie eine Integration in den xManager beinhalten. Dazu soll auch die Erfassung von speziellen Hinweisen zu Dateien, Variablen und Programmen kommen, die dann in der Dokumentation mit ausgegeben werden. Die Ausgabe der Dokumentation mit dem xTools-ReporterNach dem Erstellen der Test- oder Produktions-Version einer Anwendung sollten sich auch die dazu gehörenden Dokumente nicht mehr ändern (bis auf Test- und Fehler-Protokolle). Bei der Auslieferung reichen deshalb auch für die automatisch erstellte Dokumentation statische Dateien.
Das Servlet ist so ausgelegt, dass statische (manuell erstellte) Dokumente und dynamisch zu erzeugende Seiten kombiniert werden können. Dabei können für Links auf dynamisch erstellte Dokumente normale HTML-Pfade verwendet werden, die nach der Erstellung der vollständigen statischen Dokumentation nicht mehr angepasst werden müssen. Status und VerfügbarkeitMit Ausnahme von xMaintenance, das nur für die SAS-Version 6 zur Verfügung steht und zur Zeit neu entwickelt wird, werden alle Tools intern produktiv eingesetzt. Der xManager, das Dokumentations-Tool xRef und der xTools-Reporter sind vollständig getestet und können nach der Fertigstellung von Installations- und Benutzeranleitung ausgeliefert werden. Der strukturierte und modulare Aufbau ermöglicht die flexible Anpassung an unterschiedliche Bedingungen. Z.B. kann die Verarbeitung von Kommentaren an die Konventionen des Unternehmens angepasst werden. Auch der Umfang und das Layout der Ausgaben des xTools-Reporters lassen sich unternehmens-spezifisch gestalten. In XDWH fehlen noch einige Features der Vorgänger-Version. Z.B. wäre es wünschenswert, die Struktur bestehender Datenbanken automatisch zu importieren. |
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